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Warum Forschung gegen Einsamkeit zählt
Wissenschaftliche Studien sind der Schlüssel zu einem tieferen Verständnis von Isolation im Alter. Wir präsentieren hier eine sorgfältig zusammengestellte Sammlung externer Forschungsarbeiten zum Thema Alterseinsamkeit.

Studien & Forschung
In dieser Sektion finden Sie eine kuratierte Übersicht externer wissenschaftlicher Arbeiten.
Altersmonitor: Altersarmut in der Schweiz
Pro Senectute • Dezember 2022
Die Studie analysiert die finanzielle Situation älterer Menschen in der Schweiz. Trotz eines funktionierenden Rentensystems leben viele von ihnen in Armut. Die Ergebnisse zeigen, dass Armut die Lebensqualität, die Gesundheit und das Wohlbefinden stark beeinträchtigt. Auch Alterseinsamkeit wird als wichtiges Thema behandelt, da finanzielle Armut häufig mit sozialer Isolation einhergeht, was die Lebensqualität im Alter zusätzlich verschlechtert.
Soziale Isolation und Einsamkeit im Alter
IQWIG • November 2022
Die Studie untersucht Massnahmen gegen soziale Isolation und Einsamkeit im Alter, darunter Gruppenaktivitäten, Hausbesuche durch Ehrenamtliche sowie technikbasierte Lösungen. Ältere Menschen sind oft schwer erreichbar, da Scham und Stigmatisierung die Nutzung von Angeboten erschweren. Erfolgreiche Massnahmen sollten deshalb lokal angepasst, niedrigschwellig und kulturell sensibel sein sowie Betroffene aktiv einbinden.
Einsamkeitsbarometer 2024
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen • März 2024
Das Einsamkeitsbarometer untersucht Einsamkeit in Deutschland. Alterseinsamkeit ist dabei häufig mit sozialer Isolation verbunden, variiert jedoch stark je nach individueller Lebenslage und sozialen Ressourcen. Prävention umfasst die Förderung sozialer Netzwerke, gesellschaftlicher Teilhabe und die Unterstützung älterer Menschen.
Loneliness and Social Isolation as Risk Factors
Brigham Young University • August 2015
Die Studie zeigt, wie soziale Isolation und Einsamkeit die Lebenserwartung beeinflussen. Sozial eingebundene Menschen haben bessere Chancen auf ein längeres und gesünderes Leben. Gleichzeitig ist das durch Einsamkeit bedingte Sterblichkeitsrisiko bei unter 65-Jährigen höher als bei über 65-Jährigen. Die Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz für Massnahmen, die die soziale Integration stärken und Alterseinsamkeit entgegenwirken.
Entwicklung der Einsamkeit bei Menschen (45-84)
Deutsches Zentrum für Altersfragen • Mai 2019
Die Studie des Deutschen Alterssurveys zeigt, dass Einsamkeit im Alter keine zwangsläufige Folge des Älterwerdens ist. Der Anteil einsamer Menschen zwischen 45 und 84 Jahren blieb über den Untersuchungszeitraum weitgehend konstant. Dennoch ist die Gesamtzahl einsamer Menschen aufgrund des demografischen Wandels gestiegen.
Investing to tackle Loneliness
Social Finance UK • Juni 2015
Die Studie zeigt, dass Alterseinsamkeit ein ernstes Gesundheitsrisiko mit hohen gesellschaftlichen Kosten darstellt. Chronische Einsamkeit kann gesundheitlich so schädlich sein wie 15 Zigaretten täglich. Betroffene nutzen Gesundheitsdienste deutlich häufiger, etwa mit 1,8-mal mehr Arztbesuchen, wodurch hohe öffentliche Kosten entstehen. Die Studie betont daher die Bedeutung früher, personalisierter Unterstützung und sozialer Teilhabe.
Einsamkeit in der Hochaltrigkeit
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen • Januar 2022
Die Studie betont, dass Massnahmen zur Vermeidung von sozialer Isolation und Einsamkeit bisher vor allem für relativ fitte ältere Personen entwickelt wurden. Zukünftige Massnahmen sollten stärker an mobilitätsbeeinträchtigte oder technikferne Gruppen angepasst werden. Dennoch wird die Förderung der Nutzung von Informations-technologien (ICT) als vielversprechender Ansatz gesehen, um Einsamkeit vorzubeugen.
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